
Was kostet ein Auto im Monat? Alle wichtigen Kosten im Überblick
Der Kaufpreis steht im Inserat. Was ein Auto im Alltag tatsächlich kostet, zeigt sich dagegen oft erst später: beim Tanken, mit der Versicherungsrechnung oder beim nächsten Werkstattbesuch.
Wer ausschließlich auf eine günstige Anschaffung oder eine niedrige Finanzierungsrate achtet, kann die monatliche Belastung leicht unterschätzen. Zum vollständigen Bild gehören auch Wartung, Reifen und der Wertverlust.
Wenn Sie in Wathlingen oder im Raum Celle ein Auto kaufen möchten, lohnt sich deshalb eine Kostenrechnung vor der Entscheidung. Dieser Ratgeber von Nordwerk Autowelt zeigt Ihnen, welche Ausgaben wichtig sind und wie Sie Ihr persönliches Autobudget berechnen.
Welche Kosten verursacht ein Auto?
Die monatlichen Autokosten lassen sich in mehrere Bereiche aufteilen:KostenbereichBeispieleVersicherung und SteuerKfz-Versicherung, Kfz-SteuerEnergie und BetriebBenzin, Diesel, Strom, gegebenenfalls AdBlueWartung und VerschleißInspektionen, Bremsen, ReifenWeitere AusgabenHauptuntersuchung, Fahrzeugpflege, StellplatzWertverlustDifferenz zwischen Kaufpreis und späterem VerkaufserlösFinanzierungZinsen und gegebenenfalls weitere Finanzierungskosten
Auch der ADAC berücksichtigt bei der Betrachtung der Autokosten neben dem Wertverlust die Betriebs-, Fix- und Werkstattkosten. Quelle: ADAC zu den Kosten eines Autos.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen zwei Fragen: Wie viel Geld muss ich monatlich bereitstellen? Und: Wie viel kostet mich das Fahrzeug wirtschaftlich über die gesamte Nutzungszeit?
1. Versicherung: Vor dem Kauf ein konkretes Angebot einholen
Die Versicherungskosten hängen von Ihrer persönlichen Situation und dem ausgewählten Fahrzeug ab.
Für die Budgetplanung sollten Sie deshalb mit einem individuellen Angebot rechnen. Eine pauschale Schätzung für „einen Kleinwagen“ oder „einen Familienwagen“ ist dafür zu ungenau.
Vergleichen Sie Angebote mit denselben Angaben und Leistungen. Achten Sie beispielsweise auf:
- Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko
- Höhe der Selbstbeteiligung
- Jährliche Fahrleistung
- Eingetragenen Fahrerkreis
- Vereinbarte Werkstattbindung
- Zahlungsweise
Jahresbeiträge auf den Monat umrechnen
Angenommen, Ihre Versicherung kostet 840 Euro im Jahr:
840 Euro ÷ 12 = 70 Euro pro Monat
Auch wenn der Beitrag jährlich abgebucht wird, sollte der entsprechende Betrag monatlich im Budget berücksichtigt werden.
2. Kfz-Steuer: Ein planbarer Kostenpunkt
Ermitteln Sie die Steuer für das konkrete Fahrzeug und teilen Sie den Jahresbetrag durch zwölf.
Bei angenommenen 180 Euro Kfz-Steuer pro Jahr ergibt sich:
180 Euro ÷ 12 = 15 Euro pro Monat
Verwenden Sie für die Kaufentscheidung die tatsächlichen Fahrzeugdaten. Eine Schätzung anhand von Größe oder Motorleistung allein reicht nicht aus.
3. Spritkosten: Fahrleistung und Verbrauch gemeinsam betrachten
Ihre Kraftstoffkosten hängen von drei Größen ab:
- Jährliche Fahrleistung
- Tatsächlicher Verbrauch
- Preis des benötigten Kraftstoffs
Die Formel lautet:
Jährliche Kraftstoffkosten = Jahreskilometer ÷ 100 × Verbrauch × Literpreis
Beispiel für einen Benziner
Wir nehmen an:
- 15.000 Kilometer im Jahr
- 6,5 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer
- 2,00 Euro je Liter
Daraus ergibt sich:
15.000 ÷ 100 × 6,5 × 2,00 Euro = 1.950 Euro jährlich
Das entspricht 162,50 Euro im Monat.
Alle Werte sind Rechenannahmen und keine aktuellen Preis- oder Verbrauchsangaben für ein bestimmtes Fahrzeug.
Was verändert ein Liter Mehrverbrauch?
Bei derselben Fahrleistung und demselben Literpreis kostet ein zusätzlicher Liter Verbrauch pro 100 Kilometer:
15.000 ÷ 100 × 1 × 2,00 Euro = 300 Euro im Jahr
Das sind 25 Euro monatlich. Schon ein überschaubarer Verbrauchsunterschied kann sich über mehrere Jahre deutlich summieren.
4. Stromkosten beim Elektroauto berechnen
Beim Elektroauto verwenden Sie anstelle von Litern den Strombezug in Kilowattstunden. Für eine vollständige Rechnung sollten Ladeverluste enthalten sein.
Beispiel mit zwei Ladetarifen
Angenommen, Sie fahren 15.000 Kilometer jährlich und beziehen dafür einschließlich Ladeverlusten 20 kWh pro 100 Kilometer:AnnahmeBei 0,30 €/kWhBei 0,60 €/kWhStrombezug im Jahr3.000 kWh3.000 kWhStromkosten im Jahr900 €1.800 €Stromkosten im Monat75 €150 €
Eigene Beispielrechnung mit angenommenen Tarifen. Zusätzliche Gebühren sind nicht enthalten.
Nutzen Sie verschiedene Ladeangebote, rechnen Sie mit Ihrem erwarteten Tarifmix. Berücksichtigen Sie außerdem gegebenenfalls Grundgebühren und die Einrichtung einer eigenen Lademöglichkeit.
Bei einem Plug-in-Hybrid müssen Strom- und Kraftstoffkosten zusammengezählt werden.
5. Wartung und Reparaturen: Monatlich Geld zurücklegen
Werkstattkosten entstehen oft unregelmäßig. Für die Budgetplanung ist es sinnvoll, sie auf monatliche Beträge zu verteilen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Inspektionen
- Ölwechsel und Filter
- Bremsen
- Reifen
- Modellabhängige größere Wartungsarbeiten
- Unvorhergesehene Reparaturen
Wie hoch Ihre Rücklage sein sollte, hängt vom Fahrzeug ab. Alter, Zustand, Laufleistung und bereits erledigte Arbeiten spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wartungsbedarf vor dem Gebrauchtwagenkauf prüfen
Fragen Sie nach, welche Arbeiten zuletzt durchgeführt wurden und was demnächst ansteht. Ein günstiger Kaufpreis ist weniger attraktiv, wenn unmittelbar danach umfangreiche Wartung und neue Reifen bezahlt werden müssen.
Eine Rücklage ist ein Planungsbetrag. Sie sagt nicht voraus, dass die tatsächlichen Rechnungen genau in dieser Höhe ausfallen. Bleibt Geld übrig, kann es für spätere Arbeiten angespart werden.
6. Reifen, Hauptuntersuchung und weitere Ausgaben
Auch kleinere oder seltenere Ausgaben gehören ins Autobudget.
Dazu können zählen:
- Reifenersatz, Wechsel und Einlagerung
- Hauptuntersuchung und gegebenenfalls notwendige Vorbereitung
- Fahrzeugwäsche und Pflegeprodukte
- Parkgebühren oder Stellplatzmiete
- Zulassung und Kennzeichen beim Fahrzeugwechsel
Vermeiden Sie doppelte Ansätze: Wenn Ihre Werkstattrücklage bereits Reifen und Hauptuntersuchung enthält, sollten Sie diese nicht zusätzlich vollständig berechnen.
7. Wertverlust: Kosten ohne monatliche Rechnung
Der Wertverlust beschreibt, wie viel Wert das Auto während Ihrer Besitzzeit verliert.
Eine vereinfachte Rechnung lautet:
Kaufpreis minus erwarteter Verkaufserlös = Wertverlust
Beispiel für einen Gebrauchtwagen
Angenommen:
- Kaufpreis: 15.000 Euro
- Nutzungsdauer: fünf Jahre
- Erwarteter Verkaufserlös danach: 7.500 Euro
Dann beträgt der geschätzte Wertverlust:
15.000 − 7.500 = 7.500 Euro
Auf 60 Monate verteilt sind das 125 Euro pro Monat.
Der spätere Verkaufserlös lässt sich nicht sicher vorhersagen. Rechnen Sie deshalb zusätzlich durch, wie Ihr Ergebnis bei einem niedrigeren Restwert ausfällt.
8. Beispielrechnung: Was kostet ein Gebrauchtwagen monatlich?
Die folgende Übersicht beschreibt einen fiktiven, bar bezahlten Gebrauchtwagen. Sie ist keine Marktübersicht und kein Fahrzeugangebot.
Angenommen werden 15.000 Kilometer Jahresfahrleistung, fünf Jahre Nutzung und die zuvor erläuterten Kraftstoff- und Wertverlustwerte.KostenpunktMonatlicher AnsatzVersicherung70,00 €Kfz-Steuer15,00 €Kraftstoff162,50 €Rücklage für Wartung und Reparaturen60,00 €Rücklage für Reifen15,00 €Rücklage für Hauptuntersuchung7,50 €Fahrzeugpflege10,00 €Laufende Ausgaben und Rücklagen340,00 €Geschätzter Wertverlust125,00 €Wirtschaftliche Gesamtkosten465,00 €
Eigene Beispielrechnung. Stellplatz, Zulassung, Finanzierung und mögliche weitere Kosten sind nicht enthalten.
Für den Alltag sollten in diesem Beispiel monatlich 340 Euro für laufende Ausgaben und Rücklagen bereitstehen. Der Kaufpreis wurde bereits separat bezahlt.
Unter Einbeziehung des geschätzten Wertverlusts kostet die Fahrzeugnutzung wirtschaftlich 465 Euro pro Monat.
Bei 15.000 Kilometern jährlich entspricht das:
465 Euro × 12 ÷ 15.000 Kilometer = rund 0,37 Euro pro Kilometer
9. Finanzierung: Warum Rate und Wertverlust nicht einfach addiert werden
Bei einem finanzierten Fahrzeug gehört die vollständige Rate in Ihre monatliche Zahlungsplanung. Zusätzlich fallen laufende Fahrzeugausgaben an.
Für eine wirtschaftliche Gesamtkostenrechnung muss jedoch anders gerechnet werden: Die Tilgung bezahlt den Fahrzeugkauf ab. Würden Sie volle Kreditrate und vollständigen Wertverlust zusammen als Kosten ansetzen, würden Teile der Anschaffung doppelt erfasst.
Unterscheiden Sie deshalb:FragestellungWas gehört in die Rechnung?Welche Zahlungen muss ich leisten können?Anzahlung, Kreditraten, Schlussrate und laufende AusgabenWas kostet mich die Nutzung wirtschaftlich?Wertverlust, laufende Kosten, Zinsen und gegebenenfalls weitere Finanzierungskosten
Vergleichen Sie Finanzierungsangebote über die gesamte Laufzeit. Eine niedrige Monatsrate kann mit einer hohen Schlussrate verbunden sein.
10. Autokosten in Wathlingen: Mit dem eigenen Alltag rechnen
Für Ihre Kostenplanung zählt Ihre tatsächliche Nutzung.
Fahren Sie hauptsächlich kurze Wege innerhalb Wathlingens? Pendeln Sie regelmäßig in Richtung Celle? Oder nutzen Sie das Auto vor allem am Wochenende?
Notieren Sie für eine realistische Schätzung:
- Typische Arbeitswege
- Regelmäßige Einkaufs- und Familienfahrten
- Freizeitfahrten
- Urlaubsreisen
- Verfügbare Park- und Lademöglichkeiten
Wer selten fährt, verteilt feste Kosten auf weniger Kilometer. Wer viel fährt, sollte besonders auf Verbrauch und fahrleistungsabhängige Ausgaben achten.
Checkliste: So berechnen Sie Ihr persönliches Autobudget
- Jahresfahrleistung realistisch schätzen.
- Individuelles Versicherungsangebot einholen.
- Kfz-Steuer für das konkrete Fahrzeug ermitteln.
- Praxisverbrauch und eigene Energiepreise ansetzen.
- Wartungszustand und anstehende Arbeiten prüfen.
- Rücklagen für Reparaturen, Reifen und HU einplanen.
- Parken, Pflege und weitere Ausgaben ergänzen.
- Kaufpreis und erwarteten Wiederverkaufswert berücksichtigen.
- Bei Finanzierung alle Zahlungen einschließlich Schlussrate prüfen.
- Genügend finanziellen Spielraum für Abweichungen lassen.
Häufige Fragen zu monatlichen Autokosten
Was kostet ein Auto im Monat ohne Finanzierung?
Im dargestellten Beispiel entstehen 340 Euro laufende Ausgaben und Rücklagen. Einschließlich geschätztem Wertverlust sind es 465 Euro. Ihre tatsächlichen Kosten können erheblich davon abweichen.
Kostet ein abbezahltes Auto nur noch Sprit und Versicherung?
Nein. Auch Steuer, Wartung, Reparaturen, Reifen und weitere Ausgaben bleiben bestehen. Außerdem kann das Fahrzeug weiterhin an Wert verlieren.
Ist ein günstiger Gebrauchtwagen automatisch günstig im Unterhalt?
Nein. Hoher Verbrauch oder bevorstehende Reparaturen können den niedrigen Kaufpreis relativieren. Vergleichen Sie Zustand und Gesamtkosten.
Wie berechne ich meine Kosten pro Kilometer?
Teilen Sie die jährlichen Gesamtkosten durch die jährliche Fahrleistung. Legen Sie vorher fest, ob Sie nur laufende Ausgaben oder auch Wertverlust und Finanzierungskosten berücksichtigen.
Wie kann ich meine Autokosten reduzieren?
Wählen Sie ein Fahrzeug, dessen Größe und Leistung zu Ihrem Bedarf passen. Vergleichen Sie Versicherung und Verbrauch, prüfen Sie den Wartungszustand und vermeiden Sie unnötige Ausstattungskosten.
Mit einem klaren Budget zum passenden Auto
Wer seine monatlichen Autokosten kennt, kann Angebote besser beurteilen. Rechnen Sie vor dem Kauf sowohl die laufenden Zahlungen als auch die Kosten über Ihre geplante Nutzungsdauer durch.
Sie planen einen Autokauf in Wathlingen oder im Raum Celle? Nehmen Sie über nordwerk-autowelt.de Kontakt zu Nordwerk Autowelt auf und nennen Sie neben Ihren Fahrzeugwünschen auch Ihr geplantes Budget.
